Der Hausgarten, steinig
9. September 2009 - Im Spätsommer 2006 wurde mehrheitlich und bei nur einer Gegenstimme beschlossen, dass die winzigen Gemüsebeete im zentralen Garten keinen Bestandsschutz genießen und nun weichen müssen. Ein Steingarten mit Trockenmauer war schnell beschlossene Sache. Nach der Planung ging es dann im Herbst an die Umsetzung.
Trockenmauer hinter einer mageren Aufschüttung
Einige Tonnen Kalksteinschotter und Sand wurden mit dem vorhandenen Mutterboden vermischt und an einer Mauer aus Grauwacke aufgeschichtet. Die Trockenmauer selber steht auf einem Fundament aus grobem Schutt, dass auch der Drainage dient. Um die Bepflanzung der Mauer etwas außergewöhnlich zu gestalten, zeigt diese Richtung Westen, wo einige Gehölze für zusätzliche Beschattung sorgen. Am Fuße der Mauer ist der Boden sehr feucht und nahrhaft, was für einen interessanten Kontrast zum Steingarten sorgt.
Allium nigrum im Steinbeet benötigt allerdings gewisse Nährstoffgaben.
Salvia argentea gilt als kurzlebig, war aber eine der wenigen Stauden, mit der wir umgezogen sind.
Fritillaria persica ‚Adiyaman‘ sorgt im Frühjahr für ein außergewöhnlich dunkles Pflaumenblau. Ohne hohe Nährstoffgaben kümmert sie allerdings vor sich hin.
Lupinus chamissonis, die Kalifornische Lupine ist viel zu selten in Gärtnereien anzufreffen.
Von wegen nicht gartenwürdig: Gentiana tibetica. Die Schnecken lieben sie.
Verbascum chaixii ‚Album‘ versät sich zuverlässig aber moderat.
Ein echter Hummelmagnet ist Allium sphaerocephalon. Wenn sie sich auf den Blüten niederlassen, schwingen sie auch bei Windstille hin und her.
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